- Die gewässerschutzrechtlichen Bedingungen für die Einleitung des gereinigten Abwassers in die Jona erfordern die Sanierung und die Erweiterung der Kläranlage um eine zusätzliche Reinigungsstufe. Neu müssen zusätzlich zahlreiche organische Stoffe aus Medikamenten, Kosmetika und vielen anderen Produkten aus dem Abwasser entfernt werden. Das bisher in der ARA Weidli gereinigte Abwasser aus Bubikon und Dürnten soll zukünftig in der erweiterten ARA Rüti gereinigt werden. Dank dieser gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit werden die Abwassergebühren geringer ausfallen als bei einem Alleingang von Rüti und Bubikon/Dürnten.
- Die Gemeinde ist verpflichtet für die erforderlichen Alters- und Pflegeheimplätze zu sorgen. Dazu dient unter anderem das gemeindeeigene Zentrum Breitenhof, das heute Teil der Gemeindeverwaltung ist. Der Betrieb und die Entwicklung der Infrastruktur können besser und wirtschaftlicher auf die zukünftigen Entwicklungen ausgerichtet werden, wenn das Zentrum Breitenhof in eine Aktiengesellschaft überführt wird. Es bleibt im Besitz der Gemeinde. Der Gemeinderat wird verantwortlich bleiben für die erbrachten Leistungen des Zentrums Breitenhof. Als Eigentümervertreter wird er neu ungeteilt verantwortlich für die Entwicklung des Zentrums sein, d.h. auch für neue hohe Investitionsausgaben.
- Die Teilrevision der Gemeindeordnung bringt Verbesserungen für die Behördenorganisation. Die Bürgerrechts- und die Sicherheitskommission werden aufgelöst, die Schulpflege wird verkleinert und neu wird eine externe Ombudsstelle geschaffen. Zudem soll der Gemeinderat seine Kompetenz auch zur Bewilligung nicht budgetierter neuer Ausgaben delegieren können. Falls die Verselbstständigung des Zentrums Breitenhof abgelehnt würde, so würde dessen Betriebskommission zukünftig die gleich hohen nicht budgetierten neuen Ausgaben genehmigen dürfen wie die Betriebskommission Gemeindewerke.
Bereits wurde auch die Kapitalerhöhung der GZO AG Spital Wetzikon diskutiert, über die am 30. November 2025 abgestimmt werden wird. Der Rütner Gemeinderat lehnt die Kapitalerhöhung ab. Auch die grosse Mehrheit der anwesenden FDP-Mitglieder lehnte die Kapitalerhöhung ab oder war zumindest skeptisch. Die vorliegenden Informationen lassen noch keine finanzielle Beurteilung zu. Befürchtet wird, dass mit dem Rütner Beitrag von sechs Millionen Franken die nachhaltige Sanierung nicht gelingen und die finanzielle Gesundung der GZO ein Fass ohne Boden wird. Die FDP Rüti fordert eine realistische Darstellung der finanziellen Perspektiven und Risiken der GZO, damit sie Ende Oktober faktenbasiert ihre Abstimmungsparole fassen kann.
Nach der Parteiversammlung wurde bei Tisch und guter Stimmung ausgiebig weiter diskutiert. Ich danke für die vielen Spenden, insbesondere auch dem Spender einer grossen Note. Wir werden das Geld im Wahlkampf 2026 brauchen können und gut einsetzen. Vielen Dank auch den Helfern und Helferinnen, welche für das leibliche Wohl gesorgt haben.
Andi Hohl, Präsident